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HISTORIE DES REITVEREINS PFORZHEIM-HOHBERG E.V.

Der Reitverein Pforzheim-Hohberg wurde am 2. Januar 1966  von folgenden Gründungsmitgliedern  gegründet:

1.    Artur Pfisterer
2.    Walter Rentschler
3.    Dieter Rubi
4.    Fritz Kurz
5.    Otto Jakob
6.    Detlef Woll
7.    Brigitte Woll
8.    Hans Pfisterer
9.    Erika Pfisterer

Der erste Vorstand setzte sich zusammen aus:

1. Artur Pfisterer
2. Walter Rentschler
3. Otto Jakob
4. Brigitte Wolf
5. Dieter Rubi
6. Fritz Kurz

Neun Stammreiter hatten den Reitverein Pforzheim-Hohberg Ende 1965 im Gasthaus Krone in Birkenfeld aus der Taufe gehoben.
Dem kleinen Kreis stand von Anfang an Artur Pfisterer vor. Ein Jahr lang waren die Pferde behelfsmäßig in einer Stallung in Birkenfeld untergebracht.
Das neunköpfige Gremium entschloss sich dann unter seinem Vorsitzenden Artur Pfisterer zum Bau einer eigenen Reitsporthalle.

Entgegenkommenderweise stellte die Familie Richard Kurz sen. vom Hohberghof Gelände pachtweise zur Verfügung. So konnte man das Exil in Birkenfeld bereits im Dezember 1966 verlassen. Im Eigenbau wurde auf dem gepachteten Anwesen eine Reithalle erstellt, deren Bandenmaße 20 x 40 Meter umfassen.

Längsseits befinden sich die Stallungen, die in der Anfangszeit zum Teil aus Boxen, zum Teil aus Ständen, bestanden. Sie sind breit, hoch, hell und luftig geschaffen.
Selbsttränken, ein Futterraum, eine Sattelkammer, Reit- und Pferdepflegerwohnungen sowie großzügig angelegte Umkleideräume mit Spinden zählten damals zu der
modernen Anlage. Über dem Wohntrakt befindet sich ein Aufenthaltsraum mit Glasfenstern zur Halle.

Die Pläne des Projekts fertigte das Architekturbüro Wolfgang Walter und Gunter Wunsch an.


Zu erwähnen wäre noch, dass Reiterinnen und Reiter auf ihren Urlaub verzichtet haben und jede freie Minute dazu benutzt haben, den Bau voranzutreiben. Von einem solchen selten anzutreffenden Idealismus beseelt, ist es gelungen, fast ohne fremde Hilfe das Bauwerk in nur fünf Monaten zu erstellen. Für die Innenarbeiten gingen weitere fünf Monate ins Land, so dass der Einzug in die Wohnung und die übrigen Räume im Juni 1967 vollzogen werden konnte.

Die Kosten des Projekts beliefen sich bei 9672 Quadratmetern umbauten Raum auf 176.888 DM.
Dazu kamen 17.000 Stunden Eigenleistung, die auf 76.500 DM kalkuliert wurden - was zusammen 253.288 DM ergibt.

Unter der Leitung des ersten Reitlehrers, Harry Klugmann (der später 1972 bei der Olympiade in München eine Bronzemedaille in der Manschaftsvielseitigkeit
errungen hatte), gewann die Mannschaft, bestehend aus Brigitte Woll, Harry Klugmann und Jürgen Göhler, die Landesstandarte der Vielseitigkeitsreiter in Legelshurst.

1975 kam es dann zur Wahl eines neuen Vorstandes, der aus folgenden Personen bestand:
Präsident: Dr. Ansgar Kramer
1. Vizepräsident: Fritz Kurz
2. Vizepräsident: Bernd Stockert

Zwischenzeitlich wurde der Außenreitplatz erstellt, der mit einer Hecke begrenzt wurde.

Bereits aus diesen Vereinsjahren wurden schon unzählige Platzierungen in Dressur und Springen bis Klasse S auf Turnieren in der näheren und weiteren Umgebung erritten.


1977 kam es zum erneuten Wechsel im Vorstand – es wurden gewählt:

Präsident: Bernd Stockert
1.Vizepräsident Wilhelm Siegert
2. Vizepräsident Fritz Kurz


Unter anderem konnte Dr. Gerd Koch mit Acapulco die schwerste Dressurprüfung des Tages Klasse M sowie das Springen Klasse M für sich entscheiden.
Außerdem gewann im Jahre 1977 Uli Kurz auf Azzuro den Preis der Stadt Pforzheim.
Durch seinen 2. Platz bei den baden-württembergischen Meisterschaften hat er sich die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften in Lingen gesichert.
Zu dieser Zeit war auch Wilhelm Siegert Seriensieger in A- und L Dressuren.

Am 10. Mai 1981 kam es zum tragischen Großbrand beim Reitverein Pforzheim Hohberg. Der Schaden belief sich damals auf über 100.000 DM. Bei dem Brand konnten alle Pferde gerettet werden. Trotz des großen Schadens konnte der Reitbetrieb auf der Außenanlage aufrechterhalten werden. Bis zum Spätherbst war die Reitanlage wieder aufgebaut.

Am 15. Februar 1982 kam es dann zum erneuten Wechsel im Vorstand wie folgt:

Präsident: Prof. Dr. Dr. Felix Nagel
1.Vizepäsident Fritz Kurz
2.Vizepräsident Bernhard Grießmayer

In diesen Jahren wurden regelmäßig im Herbst Schleppjagden veranstaltet, die sich größter Beliebheit erfreuten. Jagdreiter kamen aus dem Großraum Stuttgart, Karlsruhe und Heidelberg sowie Bruchsal.

Zu erwähnen ist, dass der Präsident  Prof. Dr. Dr. Nagel über 18 Jahre bis 2000 in Amt und Würden stand, was aus heutiger Sicht als herausragend gesehen werden muss und vom Verein entsprechend geehrte wurde.

Bereits am 1. Februar 1996 wurde die Reitanlage an Ludwig Schmüling und Frau verpachtet.

Am 10.März 2002 kam es in der Präsidentschaft zum erneuten Wechsel.
Gewählt wurde:

Präsident: Rudolf Friedrich
1. Vizepräsident: Werner Wild
2. Vizepräsidentin: Annerose Scherzinger

Ab 31. Januar 2003 übernahm Frau Laetitia Kunzmann als Pächterin die Anlage

In dieser Zeit bis 2008 wurde mit großem Einsatz der Vereinsmitglieder die Hallenbande erneuert und der Außenplatz saniert sowie ein 60000 Liter-Tank zur Regenwassersammlung eingebaut.

Nach dem Rücktritt von Rudolf Friedrich im April 2008 als Präsident übernahm übergangsweise für zehn Monate Thomas Oechtering und für weitere zehn Monate Fritz Kurz die Präsidentschaft, bis schließlich im März 2011 folgender neuer Vorstand gewählt wurde.

Präsidentin: Ulla Wendt
1. Vizepräsidentin: Katharina Oechtering
2. Vizepräsidentin: Heike Hess

Unter Fritz Kurz wurde im Dezember 2010 der Hallenboden erneuert.


Vom 1. Januar 2011 bis 30. April 2012 hat sich Joachim Kurz für die Reitanlage als Pächter verpflichtet. Übergangsweise führte der Verein die Anlage von Mai bis Juli 2012 in Eigenregie.

Ab 01. August 2012 übernahm Daniela Weinmann als Pächterin die Anlage.
Daniela Weinmann kümmert sich seitdem um die Einsteller und den Reitschulbetrieb.

Am 22. März 2013 wurde folgende Vorstandschaft gewählt:

1.    Präsidentin Ulla Wendt
2.    1.Vizepräsident Monique Bösl
3.    2.Vizepräsident Christina Christoph
4.    Kassier Zora Walter
5.    Schriftführerin Dorothea Manz
6.    Beisitzer Markus Bechtle
7.    Beisitzer Steffen Wassersleben

Am 25. Mai 2013 haben die Vereinsmitglieder gemeinsam mit Daniela Weinmann die unteren Bandenbretter der Reithalle ausgetauscht.

In der zweiten Juniwoche wurde die Beregnungsanlage der Reithalle erneuert.

Mitte Juni 2013 wurde die Drainage und der Hallenboden erneuert.

Die detaillierten Aufzeichnung von Juni 2013 bis zum 30.11.2019 fielen leider einem zweifachen Serverabsturz zum Opfer. Geprägt wurde diese Zeit durch die Konstanz in der Verpachtung an Daniela Weinmann. Erwähnenswert wäre die komplette Professionalisierung in der Versorgung und Bewirtschaftung der Vereinskoppeln. (Wasserwagen, Einteilung, Hintereingang), der Installation von Flutlichtmasten am Außenplatz und am Roundpen, sowie der Sanierung der Küche und der sanitären Anlagen. Ein gravierender Einschnitt ereignete sich am 30.11.2019! Daniela Weinmann verließ aus persönlichen Gründen und in bestem Einvernehmen des Hohberg. Der Reitverein ist Daniela sehr dankbar gewesen, da Sie viele Reiterinnen und Reiter hervorragend ausgebildet hat. Diese Veränderung stellte den Vorstand um Präsident Ralf Schwarzien, Christina Christoph, Anna Schmitt, Britta Schwarzien, Lena Birke, Sven Kraus und Thorsten Sailer vor eine riesige Herausforderung. Nach eingehenden Beratungen und Gesprächen mit interessierten Pächtern, hat man sich dazu entschieden die Reitanlage ab dem 1.12.2019 im Eigenbetrieb zu führen. Britta Schwarzien verantwortete die Reitschule und Kathrin Kraus den Hofbetrieb. Unterstützt wurden die Beiden durch Präsident Ralf Schwarzien und Thorsten Sailer. Die Organisation und der Arbeitsaufwand , neben der eigentlichen hauptberuflichen Tätigkeit, war enorm. Schulpferde, Versorgung mit Einstreu, Heu, Stroh, Hafer, Pellets, Arbeitsmaterial, Stallhelfer, Traktor, Arbeitsverträge, Einstellerverträge, Neuordnung der Versicherungen, Reitschulbettrieb und so viel mehr war zu organisieren. Zusätzlich erschwert hat die "Gründerphase" ein Druse - Fall bei einem Schulpony welches Quarantäne und einen groen Desinfektionseinsatz auslöste. Aber, ES HAT SICH GELOHNT! Bis auf 2 Boxen hatte der Verein im Februar 2020 eine volle Auslastung und für den Reitunterricht existierte Anfang März 2020 eine Warteliste von über 20 Reitschülern. Mitte März 2020 ist nicht nur der Reitverein, sondern die ganze Welt mit der größten Krise seit dem II Weltkrieg konfrontiert. Die Corona - Pandemie. Sobald diese gut überstanden wurde, wird die Historie fortgeführt.